Hartes Pflaster

Wer hat sich schon mal die Knie aufgeschlagen

Auf dem harten Pflaster. Immer wieder,

so dass die Wunden kaum heilen auf dem harten Pflaster,

von dem sich die meisten mit Ekel abwenden und lieber aus

Der Ferne reden über Dinge, die eigentlich

Abstoßend sind wie der Gestank aus

Toiletten ohne Spülung. Mit undichten

Fenstern an denen im Winter

Eissterne blinzeln über dem

Harten Pflaster, wo kein Bagger und

Auch keine Bohrer die Steine neu

Schichten, damit ein bisschen

Federung eingebaut wird zum

Absprung auf ein anderes Pflaster,

wo Menschen authentisch sich äußern vor vielen

Menschen, die glauben, sie hätten verstanden

Die aber nur kurz etwas gehört haben und erröten

Vor Erregung bei nur einem Gedanken

An das harte Pflaster und der

Füße, die dieses begehen, weil mehr als Füße

Ist nicht vorstellbar im beredeten Schweigen.

Oder dass sich ein Kind halten kann an einer

Behütenden Hand und lachen kann auf dem

Harten Pflaster ist nicht denkbar?

Und der Kaffee im Pappbecher jedes Mal viel zu heiß.

Das liegt am harten Pflaster, das hart bleiben soll,

denn sonst wären wir hier viel zu viele und

bekämen nicht genug Luft, die wir ja brauchen,

um weiter zu schweigen, wenn wir reden über

den kaputten Kühlschrank vor Jahren in der

WG ohne Zentralheizung, in der wir uns alle

Unter zwei Decken aneinander kuschelten

Und berührten, um uns warm zu halten.

Ja, wir wissen, wie das ist und vergessen das

Geld der Familie, das wir verachtend ausgaben,

denn irgendwas mussten wir essen und denken

auch heute nicht daran, dass das Gras, das wir unter der

Decke zwischen den Berührungen in Papier

wickelten, nicht vom Himmel gefallen war,

der uns so nah erschien mit den indigoblauen

Wolken in der Nacht, unter dem unsere Körper

Bebten manchmal in den Berührungen weit

Weg vom harten Pflaster.